Wann:             21. Oktober 2021, 10 Uhr

Wer:                weibliche Lehrlinge in männlich konnotierten Lehrberufen

Wo:                 MAHLE Filtersysteme Austria GmbH – Lehrlingsakademie

                        9143 St. Michael ob Bleiburg 19

 

Der 2. Kärntner Lehrlingstreff war zu Gast bei der Lehrlingsakademie der MAHLE Filtersysteme Austria GmbH.

Neun weibliche Lehrlinge aus ganz Kärnten sind unserer Einladung im Projekt Unternehmen-für-Mädchen 2.0 gefolgt und haben die Gelegenheit genutzt einerseits die MAHLE-Lehrlingsakademie und andererseits andere junge Frauen aus technischen Berufen wieder zu treffen bzw. kennenzulernen.

 

Das Projekt Unternehmen für Mädchen 2.0 ist ein Projekt das vom Bundesministerium für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung, vom Bundesministerium für Arbeit und von Projektbüro Inhouse der Wirtschaftskammer gefördert wird.

Ziel des Projektes ist es den Anteil an weiblichen Lehrlinge in männlich dominierten Branchen auf 30% zu erhöhen.

 

Parallel zu der Ausbildung von Lehrlingsausbilder/innen und der Beratung von Unternehmen soll den weiblichen Lehrlingen auch eine Plattform geboten werden, die den jungen Frauen einerseits Erfahrungsaustausch ermöglicht und andererseits können sie sich wechselseitig unterstützen und helfen.

Die weiblichen Lehrlinge lernen unter anderem folgende Berufe: Kunststoffformgeberin – Werkzeugbau, Mechatronikerin – Elektrobetriebstechnik, Maschinenbautechnikerin, Anlagen–Betriebstechnikerin, Mechatronikerin – Automatisierungstechnik.

 

Der 2. Kärntner Lehrlingstreff wurde mit einer Besichtigung der Lehrlingsakademie begonnen. Herr Florian Starz, Ausbilder in der Lehrlingsakademie bei Mahle Filterwerks Austria, führte durch die Werkstätte. Es wurden die einzelnen, den Lehrberufen angepassten, Stationen gezeigt: Kunststofftechnik – Zerspanungstechnik – Anlagenbau – Mechatronik. Die Lehrlinge erhalten, dem Lernfortschritt angepasste, Aufgaben, die von Beginn – also dem Zeichnen eines Entwurfes, bis zum finalen Produkt reichen. Damit wird ein fundierter Grundstock für ein solides praxiserprobtes Wissen gelegt. Besonders wichtig ist es, ein positive Fehlerkultur zu entwickeln wo Fehler als Lernchance gesehen werden.

 

Die weiblichen Lehrlinge nahmen im Anschluss an einem Gewaltpräventionsworkshop teil, der Thomas Huber, vom Verein Securus – Akademie für Gewaltprävention und Integration – geleitet wurde. Dabei wurden praktische Abwehrhaltungen geübt aber auch das Bewusstsein für Gewalt im Alltag geschärft. Auch das Zeigen von Zivilcourage unter Bedacht auf die eigene Sicherheit und Möglichkeiten, die Sicherheit der Mitmenschen zu fördern, waren Gegenstand des Workshops, bei dem die weiblichen Lehrlinge auch erste Tricks und Kniffe erfahren haben und üben durften.

 

Das Interesse der jungen Frauen war groß und der Wunsch nach MEHR wurde geäußert.

 

Zum Ausklang dieses Vernetzungstreffens fand reger Austausch mit den Referent/innen als auch den Ausbilder/innen statt.

 

Am meisten hat die Teilnehmerinnen beeindruckt zu erfahren, dass Abwehr lediglich bestimmter Technik bedarf und nicht von Muskelkraft abhängig ist. Schutz- und Abwehrtechniken sind zwar sehr einfach zu erlernen, es braucht jedoch ständiges Üben, um im Ernstfall rasch reagieren zu können.